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Partnerschaft und Sexualität

Partnerschaft heute

Die meisten Menschen sehnen sich nach der einen, besonderen Partnerschaft, die sie durchs Leben begleitet. Doch viele Paarbeziehungen und Ehen zerbrechen oder kommen aus Furcht vor einer festen Bindung an die "falsche" Person erst gar nicht zustande. Wir wünschen uns den einen besonderen Menschen, der uns liebt, begehrt und durch Hochs und Tiefs begleitet, doch können das oft selbst nicht gewährleisten. Die eigene Beziehungssituation fühlt sich belastend und unerfüllt an und manchmal schwindet die Hoffnung, das sich daran noch mal etwas ändern könnte.

Viele Menschen kommen im Leben einmal oder öfter an diesen Punkt. Beziehungskrisen sind normal. Leider lernen wir nicht in der Schule, was hier passiert und wie wir damit umgehen können. Wer grundlegende Beziehungskompetenzen wie etwa das Äußern von Bedürfnissen oder einen konstruktiven Umgang mit Konflikten nicht in der eigenen Herkunftsfamilie gelernt hat, ist auf Versuch und Irrtum bzw. auf persönliche Weiterbildung oder Therapie angewiesen. Inzwischen gibt es interessante und leicht vermittelbare Erkenntnisse aus der Paar- sowie der modernen Hirnforschung, die Paare weiterbringen können.  

Sexualität heute

„We are oversexed but underfucked.“ David Schnarch

Wir leben in einer Welt, in der Intimes öffentlich ist. Was früher noch geheim und tabuisiert war und persönlich mühsam erforscht werden musste, ist heute allzeit verfügbar. Das persönliche Erleben und Handeln hinkt dem oft deutlich hinterher. Das gilt für die jüngere Generation, die oft mehr weiß, als sie erlebt hat, und mühsam für nach dem eigenen stimmigen Weg sucht. Und es gilt für ältere Menschen, die unter der Diskrepanz leiden zwischen dem, was sie leben und erlebt haben und dem, was sie gerne hätten.

Unser sexuelles Verlangen ist so unterschiedlich

Die meisten Paare oder Einzelpersonen, mit denen ich sexualtherapeutisch arbeite, suchen keine Unterstützung im größer-schneller-weiter. Es geht ihnen um ein Bedürfnis nach Intimität miteinander, die sie gern emotional, aber auch erotisch ausdrücken möchten. Doch dem steht oft die entstandene Partnerschaftsdynamik im Wege: Der eine will viel mehr, kann es kaum mehr aushalten mit dem gefühlten oder erlebten Entzug. Und der oder die andere spürt unter dem Druck keinerlei Begehren mehr in sich.

Zum Weiterlesen und Reinhören

Paar- und Sexualtherapie

Seit fast dreißig Jahren arbeite ich als systemische Therapeutin und seit 15 Jahren schwerpunktmäßig mit Paaren. Paar- und Beziehungsthemen können wirksam in einer Paartherapie bearbeitet werden. Das gleiche gilt für die Sexualität. Eine erfüllte Sexualität ist lernbar. Schwierigkeiten basieren oft auf begrenzten positiven Erfahrungen, unrealistischen Modellen und Erwartungen oder belastenden Erfahrungen. Eine Sexualtherapie kann helfen, sich der entstandenen Dynamik und des persönlichen Erlebens bewusster zu werden. Sie können lernen, Ihre Bedürfnisse anders auszudrücken und anders zu versorgen und dadurch auch Ihrer Partnerschaft eine Wende und neue Impulse ermöglichen.

Beziehungsarbeit ist wirksamer, wenn beide an ihren Themen arbeiten. Veränderung ist aber auch möglich, wenn der Partner oder diePartnerin nicht bereit ist mitzukommen. Denn: „Wenn ich mich ändere, ändert sich die Welt“ (Gandhi).